Von Wehen, Weihnachten und Grenzen

Verfolge mich auf bloglovin Gepostet von Chrissi Am 16. Januar 2015 «
Kategorie: Schwangerschaft
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200 Tage schwanger, hieß es kurz nach dem 3D Termin. So lang schon? Mir kommt es immer noch vor, als wäre es gestern gewesen, als ich den positiven Test in den Händen hielt und irgendwie realisiere ich noch gar nicht, dass es gar nicht mehr lang ist, bis wir 2-fach Eltern sind.
Die ersten Sachen werden nach Grösse sortiert und in den Wickelschrank geräumt, während der Mini fleissig tritt und boxt. Manchmal erinnert er mich ein wenig an Klopfer, den Hasen von Bambi, weil die Tritte unglaublich schnell und gar nicht zart daher kommen. So manches Mal zucke ich zusammen, wenn er meine Rippen erwischt oder ich direkt unter der Brust getreten werde, kleiner Kung Fu Kämpfer dadrin…
Wir fahren für einen Tag nach Hamburg und während der Mann sich eine Messe anschaut, stöbere ich in Babyläden und kaufe die erste Spieluhr für den Kleinen. Das Mäuschen ist im Laden völlig begeistert, überall Babysachen! Ganz stolz will sie mir alles zeigen, jedem erzählen, dass ihre Mama ein Baby bekommt und kuschelt letztendlich die Spieluhr schon einmal ein. Leider hat mein Körper wohl keinen so guten Tag, denn kaum unterwegs, fangen die Wehen an und begleiten mich mehr oder weniger durch den Tag. Autsch!
Wieder zuhause, packt uns so langsam das Weihnachtsfieber und der Baum wird aufgestellt und geschmückt. Das letzte Weihnachten zu Dritt, das zweite Mal schwanger unter’m Weihnachtsbaum…
Schon steht auch der nächste Frauenarzt Termin an, da wir mittlerweile in der Phase sind, in der ich 2-wöchentlich hin muss. Ein erneuter CTG Versuch steht an und siehe da – Sofort findet man einen Herzschlag und der Kleine macht vorbildlich mit. 15 Minuten lang hört man ein Klopfen und das Mäuschen möchte zu gern den CTG Knopf mitfesthalten, hört man doch daraus das Baby. Man sieht schon ordentliche Wehen, die ich so aber noch nicht spüre und auch beim abtasten merkt man: Da möchte so langsam jemand raus. Er drückt schon sehr nach unten und die Ärztin redet schon von einem Silvester Baby, dabei ist der Entbindungstermin erst im Februar. Ob wir den Monat noch erreichen werden?
Mein Bauch explodiert immer mehr und immer wieder staunen Leute, dass ich doch noch 2 Monate vor mir habe – Werde ich doch direkt auf kurz vor ET geschätzt. Die 30.SSW vergeht und die Maus wird ungeduldiger. Immer wieder möchte sie, dass das Baby kommt, damit sie kuscheln kann und versucht auch mal, meinen Bauch abzuziehen, vielleicht funktioniert es ja so? Stattdessen gibt es einen Tritt und sie muss sich doch vorerst mit Bauch kuscheln zufrieden geben.
Einen Tag vor Nikolaus heißt es, Zähne zusammen beißen. Es zieht vom Rücken in den Bauch, fiese Unterleibsschmerzen gepaart mit einem knallharten Bauch und das über eine Stunde – Am nächsten Tag ist aber wieder alles gut.
Bei 32+2SSW liegt wieder einmal ein Vorsorge Termin an, diesmal mit Ultraschall.
Das CTG ist heute wieder schwieriger, denn der kleine Junge im Bauch mag nicht so recht. 45 Minuten lang muss ich den CTG Knopf festhalten und am Ende fällt es mir schwer, die Hand überhaupt noch zu bewegen. Nächstes Mal bitte wieder 15 Minuten.. Auch heute sieht man wieder ein paar Wehen auf dem CTG und später auf dem Stuhl stellt die Ärztin fest, dass der Kopf nun fest im Becken liegt.
Die Ultraschallwerte zeigen 46cm und 2056g. Damit ist er nur 2cm kleiner und ca. 600g leichter, als seine Schwester, die 48cm und 2600g zur Geburt (Über ET!) hatte. Huch! Das Ultraschallgerät datiert mich auf mindestens 34+ und ich frage mich, wo der Mini noch hinwachsen will. Wir haben doch noch 8 Wochen!
Laut der Ärztin ist der Kleine absolut startbereit und mit den Worten “Wenn er kommt, darf er kommen!” werden wir verabschiedet.
Immer wieder schmelze ich vor mich hin, weil das Mäuschen schon jetzt zuckersüss zu ihrem Bruder ist. Bevor sie selbst ins Bett geht, muss sie erst einmal die Spieluhr anmachen, liegt auf meinen Beinen, streichelt und küsst den Bauch, während sie ihm ein Gute-Nacht Lied singt.
Alles steht im Zeichen des bevorstehenden Weihnachtsfest, die letzten Geschenke werden eingepackt, ein Baum wird gekauft… Und ich merke immer öfter Wehen. Eines Abends ist es so schlimm, dass ich es nur noch schaffe, vom Bett aus in den Flur zu gehen, wo ich gebückt an der Wand stehe, weil einfach gar nichts mehr geht. Huih…
Das Laufgitter wird aufgebaut und schon steht auch schon der nächste Vorsorge Termin an, bei 34+0, einen Tag vor Heiligabend. Anfangs sieht das CTG wirklich gut aus, bis… Ja, bis der Mann und ich uns über seine Eltern unterhalten. Direkt schlägt das CTG aus und zeichnet regelmäßige, gar nicht so leichte, Wehen auf. Was ist denn hier los? Der Gebärmutterhals verkürzt sich weiter und ist nun bei 2,6 – Aber dabei soll es nicht bleiben…
Ab dem 1. Weihnachtstag merke ich immer wieder Wehen, die mir den Schlaf rauben und keine 2 Stunden Ruhe gönnen. Auch mein Körper rebelliert und ich übergebe mich ständig. Dazu kommen 3 Stunden starke Wehen, die den Mann schon dazu antrieben, die Stoppuhr anzuschmeissen – 2 Minuten Wehen in Abständen von 5 Minuten. Irgendwann wird es besser und ich kämpfe mich durch den Tag, haben wir doch Besuch von den Schwiegereltern. Kurz danach fahren wir zur Sicherheit noch ins Krankenhaus, auch wenn die Wehen nun nur noch selten und viel leichter kommen. Aber es ist doch noch zu früh!
Auf dem CTG sieht man dann, wie vermutet, auch nur noch leichte Wehen und die Untersuchung ergibt: Der Gebärmutterhals ist auf 2,2 gerutscht. Ein kleiner Ultraschall und Händchen ausgedruckt auf dem US Bild für die Maus – Und mit den Worten “Ab jetzt wird die Geburt nicht mehr aufgehalten” fahren wir wieder nach Hause.
In der Nacht geht es wieder bergab, stundenlanges übergeben, mein Körper ist am Limit. Dies wiederrum regt die Wehen an und es ist ein endloser Kreislauf. Als das überstanden ist, meldet sich eine Erkältung an. Resultat: Wir alle 3 verbringen Silvester krank auf dem Sofa, ich immer wieder leicht wehend und mit den Kräften am Ende.
Der Mini drückt ordentlich die Beckenknochen auseinander und ich schwelge in Erinnerungen von vor einem Jahr. Silvester 2013 sagte ich noch, dass ich mit kleinem Mädchen und Baby im Bauch ins neue Jahr starten möchte und jetzt wird es Wirklichkeit. Das Jahr fing mit Pille absetzen und hibbeln an und nun ist die Schwangerschaft schon fast zuende… Die Zeit rast nur so davon.
Ein Monat ist es noch bis zum errechneten Termin und mein Körper schlägt nur noch Alarm. In 3 bis 4 Tages Abständen bin ich den halben Tag ausgeknockt, weil ich mich stundenlang übergebe und immer wieder Wehen bekomme. So kann das doch nicht noch 31 Tage weiter gehen!
Meine Nerven sind zum zerreissen gespannt und fast täglich kommen mir die Tränen, weil ich am Ende meiner Kräfte bin. Kaum Schlaf, ständige Schmerzen, übergeben und angeschlagen. Es wird Zeit, dass der kleine Mann raus kommt.
Der Weihnachtsurlaub des Mannes ist vorbei und direkt an seinem ersten Arbeitstag habe ich wieder einen Termin bei der Frauenärztin. Das CTG – Die reinste Hölle. Der Kleine versteckt sich perfekt, sodass bestimmt 10 Minuten versucht wird, überhaupt einen Herzschlag zu finden. Als es dann endlich pocht, veranstaltet er eine Party im Bauch, mit dem Resultat, dass das Signal immer wieder verschwindet. Aber: Keine Wehen.
Später bei der Untersuchung zeigt sich, dass der Gebärmutterhals konstant bei knapp über 2 geblieben ist – Allerdings liegt das Baby nun wahnsinnig tief und sie muss gar nicht weit fühlen, bis sie schon am Köpfchen ist. Es wird langsam weich, eine leichte Trichterbildung ist entstanden und der innere Muttermund geht langsam auf.
Das sind ja auch mal Neuigkeiten.. Ob der Mini es sich wohl noch ein wenig gemütlich macht oder langsam den Weg nach draußen findet? 36+0 haben wir nun erreicht und überschritten. Es wird spannend..


(Oben: Einkauf aus Hamburg und das Laufgitter / Unten: CTG bei 30+2SSW und Babybauch bei 30+2 und 32+4SSW)


(Oben: CTG bei 32+2, Babybauch bei 33+5 und 35+0SSW / Unten: Zur Kontrolle ins Krankenhaus, Händchen im US und Überweisung zur Geburt (Mit falschem Jahr beim ET)

Hier geht’s zu den vorigen Blogpostings zur Schwangerschaft:
“Halbzeit!” – Die Halbzeit ist erreicht und es gibt 3D Bilder
“Die Babywelt ist Blau” – Das Outing – Mädchen oder Junge?
“4 zu 0 und ein Pünktchen für uns” – Der erste Frauenarztbesuch
“Lasst das hibbeln beginnen – Oder so ähnlich” – Der positive Test
“Aus 3 mach 4 – Ein kleines Herzchen” – Schwanger!

2 Kommentare zu dem Post “Von Wehen, Weihnachten und Grenzen”

  1. Schmetterlingsfamilie am 16. Januar 2015 um 16:34 Link zum Kommentar

    Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du Dein Wunder bald in den Armen halten darfst und die Schwangerschaft ohne großartige Probleme zu ende geht <3

  2. Fee am 24. Januar 2015 um 11:39 Link zum Kommentar

    Seit deiner Schwangerschaft bin ich auf dienen Blog gestoßen :D Jetzt lese ich gerne und regelmäßig ! Ich habe dich nominiert, wenn du magst kannst du mal vorbei schauen http://ceesbaby.blogspot.de/2015/01/liebster-award-blog.html
    Liebe Grüße
    Lilafee






             


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